Software trifft Hardware: Die Partnerschaft von [FP]-LIMS und SPECTRO in der OES-Analyse
Eine der ältesten und stabilsten Partnerschaften der Laborbranche: Fink & Partner und SPECTRO Analytical Instruments. Seit über drei Jahrzehnten sorgen beide Unternehmen dafür, dass Spektrometer-Hardware und LIMS-Software harmonisch zusammenarbeiten – von der Funkenanregung bis zum fertigen Prüfzertifikat.
Zwei Unternehmen, ein Ziel: OES-Analyse mit LIMS
Fink & Partner GmbH ist ein Unternehmen für Softwareentwicklung, das mit der DIA-Analysenverwaltung auf dem internationalen Markt bekannt wurde. „DIA“ steht für Database for Integrated Analysis Management – eine Softwarelösung für das Labor. Heute ist Fink & Partner vor allem durch [FP]-LIMS bekannt, das zur Familie der LIMS-Software (Laboratory Information Management System) gehört.
SPECTRO Analytical Instruments ist ein weltweit führender Hersteller von Analysegeräten – insbesondere für die optische Emissionsspektrometrie (OES) und Röntgenfluoreszenz (XRF). Seit Anfang der 2000er Jahre wird die Software von Fink & Partner auf Wunsch direkt zusammen mit SPECTRO-Spektrometern wie dem SPECTROLAB oder dem SPECTROMAXx ausgeliefert.
„Wir ergänzen unsere Arbeit: SPECTRO Analytical Instruments erstellt die Gerätehardware und Betriebssoftware, wir die Software für die Datenerfassung, -aufbereitung, -zusammenführung, -verwaltung und -auswertung.“
Philip Mörke, Geschäftsführer Fink & PartnerGeschäftspartnerschaften wie diese sind essenziell, um die eigene Marktposition zu stärken und Synergieeffekte zu nutzen. Fink & Partner und SPECTRO verbinden langjährige Erfahrung in der Elementaranalyse mit zukunftsorientierten Innovationen – das gewinnt gerade dort an Bedeutung, wo Verfahren wie die additive Fertigung immer relevanter werden.
Der Ursprung: Alles begann 1992 – mit einer Wurzel bei SPECTRO
Die Geschichte von Fink & Partner ist von Anfang an mit SPECTRO verbunden. Peter Niemann, Mitgründer und heutiger CTO, war bis 1991 selbst bei SPECTRO als Softwareentwickler tätig. Er kannte die Spektrometer-Hardware aus erster Hand – und wollte sein Wissen erweitern, um die perfekte Kombination aus Hardware und Software zu finden.
Gemeinsam mit Hans-Jochen Fink gründete er 1992 am Niederrhein in Goch die Fink & Partner GmbH. Dieser eine Gedanke – Hardware und Software optimal zu verzahnen – war der Grundstein des Unternehmens und der bis heute andauernden Partnerschaft zu SPECTRO.
- Bis 1991: Peter Niemann entwickelt Software bei SPECTRO Analytical Instruments.
- 1992: Gründung von Fink & Partner mit dem Ziel, Mess-Hardware und Datensoftware zu vereinen.
- 2000er: Die DIA-Analysenverwaltung wird serienmäßig mit SPECTRO-Geräten ausgeliefert.
- Seit 2019: Aus DIA wird [FP]-LIMS – die Partnerschaft entwickelt sich weiter.
Bevor [FP]-LIMS auf den internationalen Markt kam, war die Software unter den Editionen DIA2000, DIA2000SE und [DIA] Light bekannt. Schon damals wurden Software und Hardware zusammen mit den OES-Laborgeräten von SPECTRO geliefert – weil sie zusammen einfach harmonisch und effektiv funktionieren.
Was ist OES-Analyse – und warum braucht sie ein LIMS?
Die optische Emissionsspektrometrie (OES) ist eines der wichtigsten Verfahren zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung metallischer Werkstoffe. Sie liefert in Sekundenschnelle präzise Aussagen darüber, welche Elemente – und in welcher Konzentration – in einer Probe enthalten sind.
So funktioniert OES im Prinzip
Bei der Funken- oder Bogenanregung wird die Probenoberfläche durch eine elektrische Entladung zum Leuchten gebracht. Jedes chemische Element sendet dabei Licht in charakteristischen Wellenlängen aus. Das Spektrometer zerlegt dieses Licht und misst die Intensität der einzelnen Linien – daraus berechnet die Gerätesoftware die Konzentration jedes Elements. Typische Einsatzgebiete sind:
- Stahl- und Metallindustrie: Schmelzanalyse, Chargenfreigabe, Wareneingangs- und Ausgangskontrolle.
- Gießereien: schnelle Kontrolle der Legierungszusammensetzung direkt am Ofen.
- Automotive-Zulieferer: Werkstoffnachweis und lückenlose Dokumentation.
- Recycling & Sekundärmetallurgie: Sortierung und Qualitätssicherung von Legierungen.
Die OES liefert also die Rohdaten. Aber ein einzelnes Messergebnis hilft wenig, wenn es nicht zuverlässig erfasst, mit Grenzwerten verglichen, archiviert und in einen größeren Prozess eingebettet wird. Genau hier kommt das LIMS ins Spiel.
Wie Hardware und Software konkret zusammenspielen
[FP]-LIMS wurde mit genauem Wissen um die Funktionalität der Hardware entwickelt – ein Vorteil, der direkt aus der gemeinsamen Geschichte mit SPECTRO stammt. Der Datenfluss von der Probe bis zum Zertifikat lässt sich in wenige klare Schritte gliedern:
-
1
Messung am Spektrometer Das SPECTRO-Gerät analysiert die Probe per OES und ermittelt die Elementkonzentrationen.
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2
Echtzeit-Import über die Schnittstelle Die Messwerte werden direkt und automatisch von [FP]-LIMS übernommen – ohne manuelles Abtippen, ohne Übertragungsfehler.
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3
Prüfung gegen Spezifikationen Das LIMS vergleicht die Werte automatisch mit hinterlegten Grenzwerten und Normen und kennzeichnet Abweichungen sofort.
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4
Archivierung & Audit-Trail Jeder Wert wird revisionssicher gespeichert, jede Änderung lückenlos protokolliert.
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5
Auswertung & Reporting Aus den Daten entstehen Statistiken, Trendauswertungen und fertige Prüfzertifikate – auf Knopfdruck.
Die Stärke von [FP]-LIMS liegt in seinem hochentwickelten modularen Aufbau. Es ist mit den unterschiedlichsten Messgeräten kompatibel und verfügt über die passenden offenen Schnittstellen. Im Laufe der Zeit sind so – neben SPECTRO – weitere Partnerschaften mit vielen namhaften Geräteherstellern entstanden.
Der Mehrwert für Ihr Labor
Was bedeutet diese enge Verzahnung von Hardware und Software ganz praktisch für ein Qualitätslabor? Vier Effekte stehen im Vordergrund:
Keine Medienbrüche
Messwerte fließen direkt vom Spektrometer ins LIMS. Das spart Zeit und eliminiert Übertragungsfehler durch manuelles Abtippen.
Durchgängige Rückverfolgbarkeit
Von der Probe über die Messung bis zum Zertifikat ist jeder Schritt dokumentiert – ideal für Audits und Normkonformität.
Schnellere Freigaben
Automatische Grenzwertprüfung beschleunigt Chargenfreigaben und sichert gleichzeitig einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard.
Investitionssicherheit
Eine über Jahrzehnte gewachsene, gepflegte Schnittstelle bedeutet: bewährte Stabilität statt experimenteller Bastellösung.
Worauf es bei der Einrichtung ankommt
Damit Hardware und Software reibungslos zusammenarbeiten, sind ein paar Grundlagen entscheidend. Erfahrungsgemäß sind es vor allem diese Punkte, die über einen störungsfreien Betrieb entscheiden:
- Stabiler Datenaustausch: Eine zuverlässige Schnittstelle zwischen Spektrometer und LIMS ist die Basis für alles Weitere.
- Klare Workflows im LIMS: Definierte Prüfabläufe, Verantwortlichkeiten und Freigabeschritte vermeiden Unklarheiten im Alltag.
- Verlässliche Geräte-Kommunikation: Mess- und Datensysteme müssen dieselbe Sprache sprechen – hier zahlt sich das gemeinsame Know-how von Fink & Partner und SPECTRO aus.
- Eingespielte Ansprechpartner: Bei Fragen profitieren Sie von einem Partner, der beide Welten – Hardware und Software – seit Jahrzehnten kennt.
Dank eines umfangreichen und ständig weiterentwickelten Schnittstellen-Know-hows verbindet Fink & Partner Tradition mit Innovation und arbeitet gemeinsam mit SPECTRO an hochwertigen Standards in der Kombination von Software und Hardware.
Fink & Partner GmbHHäufige Fragen zur OES-Analyse mit [FP]-LIMS
Was bedeutet die Kombination aus Software und Hardware bei der OES-Analyse?
[FP]-LIMS verwaltet Proben und Messdaten, importiert Werte in Echtzeit, archiviert sie revisionssicher, protokolliert Änderungen im Audit-Trail und erstellt Berichte. Über Schnittstellen werden die OES-Spektrometer direkt angebunden, sodass keine Messwerte manuell übertragen werden müssen.
Wie verbindet [FP]-LIMS OES-Spektrometer technisch?
Über leistungsstarke, offene Geräteschnittstellen. In langjährigen Partnerschaften wie der mit SPECTRO zeigt sich, wie reibungslos Hardware und LIMS zusammenarbeiten – von der Messung bis zur fertigen Auswertung.
Welchen Qualitätsnutzen bringt OES mit LIMS?
Die OES liefert schnell die chemische Zusammensetzung einer Probe. [FP]-LIMS macht diese Ergebnisse zentral verfügbar, prüft sie automatisch gegen Spezifikationen und unterstützt so die Qualitätssicherung direkt im Prozess.
Wie unterstützt [FP]-LIMS Auswertung und Reporting?
Messwerte werden übersichtlich dargestellt und lassen sich für Auswertungen, Statistiken, Trendanalysen und Prüfzertifikate nutzen – weitgehend automatisiert und auf Knopfdruck.
Funktioniert [FP]-LIMS nur mit SPECTRO-Geräten?
Nein. Die Partnerschaft mit SPECTRO ist historisch besonders eng, aber [FP]-LIMS ist herstellerunabhängig und über offene Schnittstellen mit den unterschiedlichsten Messgeräten kompatibel. Über die Jahre sind zahlreiche weitere Partnerschaften mit namhaften Geräteherstellern entstanden.