Siempelkamp: 30 Jahre mit [FP]-LIMS – eine der weltweit größten Handformgießereien
Wie ein Krefelder Traditionsunternehmen handgeformte Gussteile von bis zu 320 t produziert – und warum sein Labor heute noch auf Analysedaten aus dem Jahr 1992 zugreift.
Gussteile von 3 bis 320 Tonnen – Weltruf aus Krefeld
Ob in der Energieumwandlung oder Rohstoffaufbereitung, im Pressenbau oder allgemeinen Maschinenbau: Die Siempelkamp Giesserei mit Sitz in Krefeld ist weltweit bekannt für Groß- und Schwergussteile aus Gusseisen mit Kugelgrafit von 3 bis mehr als 300 Tonnen.
Mit einer Gussmenge von rund 60.000 Tonnen pro Jahr und 375 Mitarbeitenden gehört Siempelkamp zu den größten Handformgießereien der Welt. Mit seiner knapp 120-jährigen Geschichte ist es zudem eines der traditionsreichsten Unternehmen Deutschlands.
Die Giesserei legt höchsten Wert auf exzellentes metallurgisches Know-how und ständige Forschung und Entwicklung – und sichert sich so seine erstklassige Stellung am Markt.
Eine der größten Handformgießereien der Welt
Die Dimensionen von Siempelkamp definieren, was das Qualitätsmanagement jeden Tag leisten muss – vom Analyse-Takt bis zur Langzeit-Archivierung.
LIMS als „sicherer Hafen“ bei komplexer Gussproduktion
Gussproduktion bei Siempelkamp · Bild: Siempelkamp Giesserei GmbH
Die Fertigung von handgeformten Großgussteilen bis 320 t ist ein Meisterstück. Sie erfordert äußerste Präzision und optimale Prozessabläufe, weil der Fertigungsprozess nicht nur sehr aufwendig, sondern vor allem sehr komplex ist.
Um qualitativ hochwertige Endprodukte zu gewährleisten, müssen alle Produktionsschritte sich an den hohen Qualitätsstandards der Industrie messen lassen. Nicht weniger anspruchsvoll sind die Anforderungen an das LIMS, das bei Siempelkamp vor allem für chemische Analysen zum Einsatz kommt.
Das akkreditierte Gießerei-Labor arbeitet mit mechanisch-technologischen und metallographischen Messverfahren, der optischen Emissions-Spektrometrie und manuell zerstörungsfreien Prüfverfahren. Täglich werden etwa 60 Analysen im Labor durchgeführt, die automatisch im LIMS landen und im Schmelzbetrieb kommuniziert werden.
Hier ist es für uns vor allen Dingen entscheidend, dass das LIMS sicher und beständig läuft. Ein Ausfall wäre eine Katastrophe.
Vom Labordatum zur Entscheidungsbasis
Für Siempelkamp ist das LIMS mehr als reine Analysenverwaltung – es ist ein Datenmininginstrument. Alle Analysedaten fließen nachgelagert in andere Systeme, zum Beispiel in ein CAQ-System, in dem die Daten ausgewertet und mit anderen Prozessen verknüpft werden können.
Insgesamt arbeiten über 20 Personen täglich mit dem LIMS – 10 davon allein in der Qualitätsstelle. Die Software ist einfach strukturiert und erleichtert damit den Arbeitsalltag abteilungsübergreifend.
Als Hersteller von Gusswerkstoffen u. a. für die Nukleartechnik ist auch die Datensicherheit ein entscheidendes Plus. In der Nukleartechnik ist das Unternehmen verpflichtet, Analysedaten mindestens 30 Jahre lang zu archivieren.
Qualitätsarbeit mit [FP]-LIMS · Bild: Siempelkamp Giesserei GmbH
Wir wissen: Im LIMS sind die Daten sicher. Wir können heute noch auf Daten von 1992 zugreifen – das ist schon sehr spannend.
Innovativ aus Tradition: Zukunftstechnologien als Chance
Für Siempelkamp ist sicheres Datenmanagement die Basis für alles, was folgt – von der Prozessoptimierung bis zur Künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen kooperiert zudem mit Forschungspartnern wie dem LBF Fraunhofer Institut.
Sicheres Datenmanagement
Die Grundlage für jede zukunftsfähige Gießerei – ohne sie funktioniert weder KI noch Prozessoptimierung.
KI-gestützte Optimierung
Siempelkamp optimiert Gussprozesse mit KI – inklusive Handlungsempfehlungen und Fehlersuche.
Forschung & Entwicklung
Laufende F&E-Projekte – z. B. mit dem LBF Fraunhofer Institut – optimieren Werkstoffe und Produktionsverfahren.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie unsere Produktion ohne das LIMS funktionieren sollte. Messdaten müssen innerhalb weniger Minuten im Schmelzbetrieb landen, damit angemessen reagiert werden kann. Hinzu kommt der Aspekt der sicheren Datenarchivierung. Wie soll das ohne ein LIMS funktionieren?
30 Jahre LIMS bei Siempelkamp – das große Bild
Ausgangspunkt
- LIMS als Software gemeinsam mit einem Spektrometer ausgeliefert
- Erstmals zentrale Erfassung chemischer Analysen
- Einheitliche Datenbasis für die Qualitätsarbeit
- Vertrauensvolle Partnerschaft mit Fink & Partner von Tag eins
30 Jahre später
- 20+ tägliche Nutzer in allen Abteilungen
- Integriert in CAQ & weitere Systemlandschaft
- 30+ Jahre Datenarchiv für Nuklear-Compliance
- Basis für KI & laufende F&E-Programme
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